GGL nutzt fünfjähriges Bestehen für Forderung nach anpassungsfähigeren Vorschriften
Geschrieben von Yves Keller · 28.9.2026

GGL nutzt fünfjähriges Bestehen für Forderung nach anpassungsfähigeren Vorschriften

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat anlässlich ihres fünfjährigen Bestehens und der vollen Betriebsbefugnisse seit Januar 2023 während der laufenden Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 (GlüStV 2021) an die Gesetzgeber appelliert, den regulatorischen Rahmen flexibler zu gestalten, damit er schneller auf Veränderungen bei Technologien, Geschäftsmodellen und illegalem Glücksspiel reagieren kann.
Die Behörde, die derzeit 129 lizenzierte Betreiber und 229 autorisierte Websites mit etwa 100 Mitarbeitern beaufsichtigt, hat in diesem Zusammenhang auf verstärkte Durchsetzungsmaßnahmen hingewiesen, wobei die Verbotsverfahren von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 gestiegen sind, und eine von der GGL in Auftrag gegebene Spielerumfrage hat den Anteil des lizenzierten Online-Marktes auf rund 77 Prozent geschätzt.
Entwicklung der GGL seit der vollen Einsatzfähigkeit
Seit Januar 2023 verfügt die GGL über umfassende Befugnisse zur Überwachung und Regulierung des Glücksspielmarktes in Deutschland, was den Behörden der Länder ermöglicht hat, einheitliche Standards für Lizenzvergabe und Kontrolle zu etablieren, während die Zahl der beaufsichtigten Anbieter kontinuierlich gewachsen ist und die Behörde nun 129 lizenzierte Betreiber sowie 229 autorisierte Websites verwaltet.
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der personellen Ausstattung wider, denn rund 100 Mitarbeiter kümmern sich um die laufenden Aufgaben, die von der Prüfung von Lizenzanträgen bis hin zur Überwachung der Einhaltung von Spielerschutzmaßnahmen reichen, und die Behörde hat in ihrem Tätigkeitsbericht 2025 detaillierte Einblicke in diese Fortschritte gegeben, die unter www.gluecksspiel-behoerde.de abrufbar sind.
Steigende Durchsetzungsmaßnahmen gegen illegale Angebote
Die GGL hat ihre Enforcement-Aktivitäten in den vergangenen Jahren deutlich intensiviert, und die Zahl der eingeleiteten Verbotsverfahren ist von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 angestiegen, was auf eine systematischere Identifikation und Bekämpfung illegaler Glücksspielangebote hindeutet, die außerhalb der lizenzierten Strukturen operieren.
Experten haben beobachtet, dass diese Maßnahmen Teil einer breiteren Strategie sind, um den Marktanteil legaler Anbieter zu stärken, und die Behörde hat gleichzeitig betont, dass eine schnellere Anpassung der gesetzlichen Grundlagen notwendig sei, um auf neue Technologien und Geschäftsmodelle reagieren zu können, ohne dass Verzögerungen durch starre Vorschriften entstehen.

Ergebnisse der Spielerumfrage und Marktabdeckung
Eine von der GGL beauftragte Umfrage unter Spielern hat ergeben, dass etwa 77 Prozent des Online-Glücksspielmarktes über lizenzierte Anbieter abgewickelt werden, was die Behörde als Indikator für den Erfolg der bisherigen Regulierung wertet, während der verbleibende Anteil weiterhin auf illegale oder graue Angebote entfällt.
Diese Daten wurden im Rahmen der laufenden Evaluierung des GlüStV 2021 präsentiert, und die Behörde hat daraus abgeleitet, dass flexiblere Regelungen es ermöglichen würden, schneller auf Veränderungen im Nutzerverhalten und bei technischen Entwicklungen einzugehen, damit der lizenzierte Anteil weiter wachsen kann.
Forderung nach Anpassungsfähigkeit im GlüStV 2021
Während der Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags 2021 hat die GGL die Gesetzgeber dazu aufgerufen, den regulatorischen Rahmen so zu gestalten, dass er agiler auf Entwicklungen bei Technologien, neuen Geschäftsmodellen und illegalen Angeboten reagieren kann, und diese Forderung wurde mit dem fünfjährigen Bestehen der Behörde verbunden, um den Handlungsbedarf zu unterstreichen.
Beobachter haben festgestellt, dass eine solche Anpassungsfähigkeit besonders relevant wird, wenn neue Plattformen oder Zahlungsmethoden auf den Markt kommen, und die GGL hat in ihren Stellungnahmen darauf hingewiesen, dass starre Vorgaben sonst zu Verzögerungen bei der Bekämpfung illegaler Aktivitäten führen könnten.
Ausblick auf die weitere Evaluierung
Die laufende Bewertung des GlüStV 2021 wird voraussichtlich auch im September 2026 noch relevante Impulse liefern, denn die GGL hat betont, dass die gesammelten Erfahrungen aus den ersten Jahren der vollen Betriebsbefugnis direkt in die Gesetzgebung einfließen sollen, um zukünftige Herausforderungen effektiver zu bewältigen.
So hat die Behörde in ihrem Bericht auch dargelegt, wie die steigenden Fallzahlen bei Verbotsverfahren und die Marktdaten aus der Spielerumfrage als Grundlage für konkrete Vorschläge dienen können, und diese Erkenntnisse werden in den kommenden Monaten weiter analysiert, um den Rahmen an die Realität des digitalen Glücksspiels anzupassen.